Vortrag: Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie

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Vortrag: Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie

Beitragvon ahlerta » 27. Jul 2017, 12:43

Sehr geehrte Damen und Herren,

Samstag dem 29.07. um 19 Uhr wird Guido Grüner über die Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischindustrie berichten. Dazu aus der Ankündigung:

Warum ist die in Deutschland arbeitende Nahrungsmittelindustrie so konkurrenzfähig?

Bericht und Diskussion über Arbeits- und Lebensbedingungen migrantischer ArbeiterInnen in der Agrar- und Fleischindustrie im „Oldenburger Münsterland“

Ein wesentlicher Faktor für die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Nahrungsmittelindustrie ist die beinahe unbegrenzte Verfügbarkeit von Arbeiterinnen und Arbeitern. Unkontrollierte Arbeits- und Verhältnisse, vielfältige Lohnabzüge, beinahe feudale Abhängigkeitsverhältnisse vom „Patron“ oder dem Vermieter, die Gesundheit ruinierende Belastungen sind einige Stichworte zur Kennzeichnung der Lage der Menschen, deren Arbeit den Reichtum von Landkreisen wie Cloppenburg, Vechta oder dem Emsland erst schafft.

Die Ausbeutung und gleichzeitige Ausgrenzung der Arbeiterinnen greifen dabei Hand in Hand. Fehlender Wohnungsbau und soziale Infrastruktur schaffen erst die Voraussetzung für Wuchermieten und die ArbeiterInnenabzocke selbst beim Stellen von Kindergeldantrag oder bei Behördengängen. Die ArbeiterInnen zahlen den Preis für die Billigangebote des Lebensmittelhandels genauso wie für die Exporterfolge z.B. der hier ansässigen Schlachtkonzerne.
Ort siehe unten.


Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ausstellung "Bitter Oranges" ist vom 27. Juli bis zum 11. August in Kassel zu sehen.

Die Fotoausstellung zeichnet den Weg afrikanischer Flüchtlinge von der Ankunft in Italien bis zu ihren Arbeits-
orten nach und dokumentiert ihre Lebens- und Arbeitsverhältnisse in der italienischen Landwirtschaft
anhand zahlreicher Fotografien und Filmdokumente.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung sollen die Arbeitsbedingungen in der europäischen Landwirtschaft dargestellt und Handlungsmöglichkeiten der Betroffenen aufgezeigt werden. Es soll verdeutlicht werden,
dass prekäre Arbeitsbedingungen keineswegs nur in Italien anzutreffen sind, sondern weltweit - auch in
Deutschland - ein Problem darstellen.

Begleitprogramm:

27. Juli: Vernissage mit Gilles Reckinger (Universität Innsbruck, Kurator der
Ausstellung),

29. Juli: Guido Grüner (ALSO e.V., Oldenburg): „Warum ist die in Deutschland
arbeitende Nahrungsmittelindustrie so konkurrenzfähig?“
Bericht über Arbeits- und Lebensbedingungen migrantischer ArbeiterInnen in
der Agrar- und Fleischindustrie

09. August: Frauke Banse (Universität Kassel) "Gewerkschaftliche Organisierung von
prekären und informell Beschäftigten - das Beispiel Ghana."

11. August: Finissage mit:
Christopher Hilbert (August Spies Gesellschaft, Kassel) "Geschichte des 8
Stunden Tages, Vorstellung der 4-Stunden Liga."

Arnd Spahn (EFFAT, Brüssel) "Gegenwart und Zukunft der landwirtschaftlichen Erwerbsarbeit."

Die Ausstellung ist vom 27. Juli bis zum 11. August im Foyer des Campus Center (EG) am Campus Holländischer Platz, Moritzstraße 18, Kassel, zu sehen. Täglich (außer Sonntag) von 8-22 Uhr. Eintritt kostenfrei.

Alle Veranstaltungen des Begleitprogramms beginnen um 19:00 Uhr, im Raum 0113/0114,
Arnold-Bode-Str. 8, Campus Holländischer Platz, Kassel. Eintritt kostenfrei.

Eine Vernanstaltung im Rahmen der foodoctopia-Initiative

http://www.bitter-oranges.com
https://www.facebook.com/events/351420238610231/
http://www.foodoctopia.de
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