Vortrag: Wie lässt sich die Nutzung von Tieren rechtfertigen?

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Mop
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Vortrag: Wie lässt sich die Nutzung von Tieren rechtfertigen?

Beitrag von Mop » 26. Okt 2019, 15:01

Am Dienstag, den 29.10. eröffnet die Philosopin, Autorin und Aktivistin
Dr. Friederike Schmitz die Vorlesungsreihe
"Mensch-Tier-Verhältnisse verstehen und verändern"
(an der Uni Kassel und der Uni Witzenhausen) mit einem Vortrag zu den
Grundlagen und der Relevanz der Tierethik
(19:00, kleine Aula, Nordbahnhofstr.1a Witzenhausen).

Dank der negativen Auswirkungen industrieller Tierhaltung auf die Uwelt,das Klima und die Welternährung gerät diese immer mehr in die Kritik. Das ist jedoch längst nicht alles, denn die moderne Tierhaltung ist auch ethisch gesehen höchst problematisch und bietet Anlass, genauer zu untersuchen, ob die sich die Nutzung von Tieren wirklich so leicht ethisch rechtfertigen lässt, wie es scheint.


Weitere Infos und das volle Programm findet Ihr unter http://www.verhältnisseverstehen.de/

Tierethik und eine frische Perspektive zu alten Mensch-Tier-Verhältnissen:

Menschen nutzen Tiere seit Jahrtausenden - als Nahrung, Arbeitskräfte, Versuchsobjekte, Haustiere und vieles mehr. Das heutige Ausmaß übertrifft allerdings frühere Zeiten bei weiten: Global töten wir pro Jahr allein für die Landwirtschaft etwa 60 Milliarden Landtiere und unvorstellbare 1-3 Billionen Meereslebewesen, Tendenz steigend. Die Biomasse unserer "Nutztiere" ist 15mal so groß wie die der verbleibenden wildlebenden Tiere, die derzeit in Massen aussterben.
Es ist ziemlich klar, dass dieser Umgang mit Tieren geändert werden muss. Aber wie weit? Hier sind neben ökologischen Argumenten tierethische Überlegungen entscheidend. So gut wie allen Nutzungsformen von Tieren - auch z.B. der ökologischen Nutztierhaltung -, liegt die Überzeugung zugrunde, dass Tiere zwar Rücksicht verdienen, aber es trotzdem legitim ist, sie für unsere Zwecke in ihren Bedürfnissen einzuschränken und zu töten. Wie lässt sich diese Überzeugung rechtfertigen? Und wie argumentieren Tierrechtler*innen, die die Kategorie des "Nutztiers" grundsätzlich hinterfragen? Der Vortrag stellt wichtige Positionen der aktuellen tierethischen Debatte vor, erklärt die praktischen Zusammenhänge mit Landwirtschaft und Ernährung und liefert Gründe für eine tiefgehende Neuausrichtung unseres Verhältnisses zu Tieren.

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