Do. 31.10. Vortrag: Relevanz durch Grenzüberschreitung: Warum sollte sich die Agrargeschichte politisieren?

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ahlerta
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Do. 31.10. Vortrag: Relevanz durch Grenzüberschreitung: Warum sollte sich die Agrargeschichte politisieren?

Beitrag von ahlerta » 29. Okt 2019, 11:08

31.Okt 2019 18.15h kleine Aula
Relevanz durch Grenzüberschreitung: Warum sollte sich die Agrargeschichte politisieren?

Vortrag von Prof. Niels Grüne (Innsbruck), Kleine Aula, Nordbahnhofstraße 1a, Witzenhausen Heute, da die industrielle Landwirtschaft in der öffentlichen Kritik steht, erübrigt sich die Frage nach der politischen Tragweite des Agrarischen. Doch wie stellt sich dieser Zusammenhang historisch dar?
Der Vortrag beleuchtet mit Beispielen aus dem 18. und 19. Jahrhundert zwei Felder, die das Verhältnis von Landwirtschaft und Politisierung
erhellen: Gemeingüter und staatsbürgerliche Integration. Daraus leitet sich ein Plädoyer ab: Die Agrargeschichte muss (wieder) an Relevanz gewinnen, indem sie gezielt das Gewicht ihres sozioökonomischen Kernbereichs für gesamtgesellschaftliche Problemlagen thematisiert.

­Fortsetzung der Ringvorlesung in Witzenhausen

Agrargeschichte weiter_denken

Welche Perspektiven kann Agrargeschichte für ein differenziertes Verständnis von Landwirtschaft bieten? Zu dieser Frage laden wir erneut Historiker*innen nach Witzenhausen ein, die sich in ihren Arbeiten agrar-historischen Fragestellungen widmen. Agrargeschichte ermöglicht es, gesellschaftliche Entwicklungen historisch einzuordnen und verdient es somit, einen eigenen Platz in Lehre und Forschung hier am Standort einzunehmen. Wir wollen dazu anregen aktuelle agrargeschichtliche Diskurse und Forschungsansätze vor global-geschichtlichen Perspektiven, welche grundlegender Bestandteil von Agrarwissenschaften sind, weiter zu denken.

Mit unserer Reihe wollen wir die vielfältigen Anknüpfungspunkte der Agrargeschichte an verschiedene Disziplinen aufzeigen: Was hat Landwirtschaft mit der Entstehung des Kapitalismus zu tun? Welche historischen Bezugspunkte haben völkische Siedler heute? Wie ist der aktuelle Stand zur landwirtschaftlichen Forschung und der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus? Welche Perspektiven kann die Agrargeschichte für die Mensch-Nutztier-Beziehungen beisteuern? Was kann die Geschichte der Allemende für heutige Wege aus der Krise beisteuern?

Ziel ist die Weiterentwicklung, Neuausrichtung und langfristige Fortführung der agrargeschichtlichen Lehre und Forschung am Fachbereich.

Eine Ringvorlesung der studentischen Initiative zum Erhalt von Agrargeschichte in Kooperation mit den Fachgebieten Internationale Agrarpolitik und Umweltgovernance sowie Management in der Internationalen Ernährungswirtschaft.

Weitere Infos unter:
http://www.uni-kassel.de/fb11agrar/fach ... elles.html

Kontakt: kontakt@fsr-witzenhausen.de

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