Umgang mit Rechten

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ahlerta
Dr. Steiner
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Umgang mit Rechten

Beitrag von ahlerta » 20. Feb 2019, 22:09

Hier ein sehr guter Artikel zum Umgang mit Rechten. Einer der Autoren, Tom Uhlig, war Referent der Veranstaltungsreihe: "Heimat, Volk und Scholle".

Eine weitere Frage schließt sich an: Mit wem soll eigentlich über was geredet werden? Geredet wird die ganze Zeit mit Rechten. Ständig. Im Fernsehen, in Zeitungen, in der Kneipe. Mit Rechten reden, sie inhaltlich konfrontieren, klingt erst einmal nach einem innovativem Vorschlag, ist dabei aber nicht neu. Und so überrascht der unhistorische Diskurs im Feuilleton. Das Konzept der Konfrontation im Umgang mit Rechten entwickelte sich als Reaktion auf eine gescheiterte Soziale Arbeit, welche einen akzeptierenden Ansatz mit „Problemklientel“ aus der Praxis mit Drogengebrauchenden, auf extrem rechte Jugendliche zu übertragen versuchte (hierfür steht der Name des Erziehungswissenschaftlers Franz Josef Krafeld). Das Ergebnis ist bekannt: Rechte nahmen sich den angebotenen Platz und aus einem offenen Jugendzentrum wurde ein nationales Zentrum. Beispielhaft ist hierfür das Jugendzentrum Winzerla in Jena, in dem Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe ein- und ausgingen, ihre politischen Netzwerke knüpften und sich radikalisierten. Danach kam die Idee, die Rechten nicht machen zu lassen, sondern sie zu konfrontieren (Albert Scherr). Eine Idee, die in der pädagogischen Bildungsarbeit nur bedingt gelungen ist. Wer über manifeste menschenfeindliche Einstellungsmuster verfügt, dem wird auch ein Besuch in Auschwitz nicht helfen, von dieser Meinung abzukommen. Was also bringt eine Konfrontation, was ein Gespräch?

https://www.belltower.news/wo-das-gespr ... men-45846/

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