Abhängigkeit von Bauern in Entwicklungsländern

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amber
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Abhängigkeit von Bauern in Entwicklungsländern

Beitrag von amber » 3. Mai 2012, 11:26

Hallo,

in einer Diskussion über Gentechnik und Monsanto und besonders dessen Praktiken in Entwicklungsländern sind wir auf eine Frage gestoßen, die wir nicht beantworten konnten. Uns kamen verschiedene Erklärungsansätze in den Sinn, aber was es denn nun tatsächlich ist, konnte uns auch google nicht sagen ;)

Wodurch genau entsteht die Abhängigkeit der Bauern in Entwicklungsländern von Monsanto? Klar, Monsanto erhebt Lizenz-Gebühren oder vermarktet nicht vermehrungsfähiges Saatgut.

- Aber wäre es für die Bauern nicht günstiger, im 2. Jahr "normales" Saatgut zu kaufen anstatt die Lizenzgebühren zu bezahlen? Sicherlich wäre es am günstigsten, sie hätten noch ihr eigenes "normales" Saatgut, aber dem ist ja i.d.R. nicht so, und so klingt es doch einleuchtender, das Geld in non-GM-Saatgut zu investieren anstatt in Lizenzgebühren oder neues GM-Saatgut.

- Oder haben die Landwirte entsprechende Verträge unterzeichnet? Wiederum schwer vorstellbar, dass kaum ein Bauer auf der Welt die Verträge vorher durchliest...

- Oder sind die Böden z.B. durch Einsatz von Roundup so kaputt, dass da nichts "normales" mehr wächst?


Ich hoffe, dass hier jemand explizit zu dem Thema etwas weiß und vielleicht auch noch eine ergänzende Quelle dazu hat... :)

Liebe Grüße

Keyzo
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Re: Abhängigkeit von Bauern in Entwicklungsländern

Beitrag von Keyzo » 31. Aug 2015, 09:28

Die Preise für Fair Trade Produkte sind zum Teil noch nicht angepasst. Aber solche Qualitätsgarantien sind gute Ansätze für den kleinen Bauern.

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